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05/2016 BHV | 04.03.2016 | Innere Sicherheit

Kriminalitätsstatistik ist Ohrfeige für den Magistrat

Stadtverordneter Timke: Kein Personalabbau bei der Polizei!

Als eine Ohrfeige für den rot-schwarzen Magistrat bezeichnet die BIW-Grup­pe in der Stadtverordnetenversammlung die Bremerhavener Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015. Der Stadtverordnete Jan Timke fordert die Verantwortlichen auf, keine Per­so­nal­kürzungen bei der Polizei vorzunehmen.

Am gestrigen Donnerstag hat Polizeidirektor Harry Götze) die Polizeiliche Kri­minalitätsstatistik (PKS) 2015 für die Seestadt vorgelegt. Aus den Daten geht u. a. hervor, dass Bremerhaven nach wie vor Hochburg der Wohnungs-einbrecher ist. Während die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Bremen sank, stieg sie in der Seestadt um 54,5 Prozent  an und erreichte mit 768 Taten den zweithöchsten Stand seit acht Jahren. Erschreckend ist auch, dass in Bremerhaven nur noch 8,7 Prozent der Wohnungseinbrüche aufgeklärt werden konnten, was ein historisches Tief markiert.

Auch bei Betrügereien (1.679 Taten) und der Rauschgiftkriminalität (619 Fälle) wurden im vergangenen Jahr neue Rekordwerte erreicht.

Die Gruppe BIW weist ergänzend darauf hin, dass die PKS nur einen Teil der tat­sächlichen Kriminalitätsbelastung dokumentiert. Denn vie­le Straftaten werden von den Opfern nicht zur Anzeige gebracht und finden des­halb auch keinen Eingang in die Statistik. Aus Studien ist z. B. bekannt, dass Opfer von Wohnungseinbrüchen nur in etwa der Hälfte der Fäll­e die Polizei einschalten, was nicht zuletzt mit der geringen Aufklärungsquote zusam­menhängt. Die tatsächliche Sicherheitslage in Bremerhaven ist also sehr viel prekärer, als die PKS vermuten lässt.

„Die aktuelle Kriminalitätsstatistik ist eine schallende Ohrfeige für die Politik des rot-schwarzen Magistrats. Trotz vollmundiger Ankündigungen von OB Grantz und medienwirksam inszenierter Maßnahmen wie den ’Runden Tisch Wohnungseinbruch’ hat sich die Sicherheitslage gegenüber dem Vorjahr spürbar verschlechtert. Jetzt rächt sich, dass die Politik in Bremen und Bremerhaven jahrelang bei der inneren Sicherheit gespart hat. Trotz wachsender Herausforderungen etwa durch den mas­siven Zuzug von Flüchtlingen und Zuwanderern aus Osteuropa wurden Planstellen bei der Poli­zei abgebaut. Die Forderung von BIW, endlich eine Kehrtwende zu voll­zie­hen und mehr Beamte einzustellen, verhallte ungehört. Diese Fehler müssen jetzt die Bürger ausbaden. Sie lei­den unter steigender Alltagskriminalität und einer wachsenden Zahl von Ein­brüchen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen in Bremerhaven das Gefühl haben, nicht mehr sicher zu sein, weder auf der Straße noch in ihren eigenen vier Wänden“, kritisiert Jan Timke, Stadtverordneter und innenpolitischer Sprecher der BIW-Gruppe in der Stadtverordnetenversammlung.

Nach Auffassung der BÜRGER IN WUT belegen die heute veröffentlichten Zah­len das Scheitern der Sicherheitspolitik in Land und Stadt. Trotz der Haus­halts­not­lage, in der sich das Land befindet, sind Sparorgien bei der Polizei der fal­sche Weg. Denn der daraus resultierende Anstieg der Kriminalität verursacht Fol­ge­kosten, die den Staat und damit die Steuerzahler sehr viel teurer zu stehen kom­men.

„Wir brauchen endlich ein überzeugendes Sicherheitskonzept für Bremerhaven, um die Zahl der Straftaten nachhaltig zu senken und mehr Täter dingfest zu machen. Das wird nur mit mehr Polizeibeamten gelingen und nicht mit weniger“, unterstreicht Timke abschließend.

(Ende der Pressemitteilung)




 
 
 

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